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6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Zweiter Rang trotz Kollision

Am Ende überwog dann doch die Freude beim Radevormwalder race&event-Team über den zweiten Rang bei den Specials bis 3500 ccm beim ADAC 6h-Rennen, dem siebten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft. Die beiden Wuppertaler Heinz Schmersal und Christoph Koslowski sowie Stephan Rösler aus Lichtenfels führten lange Zeit mit dem BMW Z4 M-Coupé, fielen nach einer Kollision aber auf Rang zwei zurück. „Wir sind froh, dass sich die Schäden am Fahrzeug in Grenzen halten und wir noch als zweiter das Ziel erreicht haben“, sagte Teammanager Martin Mohr. Für den BMW war es übrigens der zehnte Podiumsrang in Folge in der Klasse SP6!

Siegeshoffnungen endeten am Galgenkopf

Es passierte in der 26. von 39 Runden: Im Streckenabschnitt Galgenkopf kollidierte Heinz Schmersal mit der Chrysler Viper von Christopher Brück. Der 64jährige drehte sich von der Piste und krachte breitseits in die Leitplanken. „Es krachte fürchterlich und ich dachte zunächst, ich säße in einem halben Totalschaden“, sagte Heinz Schmersal später. „Unmittelbar nach dem Unfall wäre ich dem Viper-Fahrer am liebsten an die Gurgel gegangen, so sauer war ich.“

Nach einer Aussprache beider Piloten brachte Teammanager Martin Mohr die Kollision auf den Punkt: „Das war ein ganz normaler Rennunfall, der im Eifer des Gefechtes passieren kann. Heinz hätte länger außen blieben können, die Viper hätte auch hier bremsen und dann auf der Döttinger Höhe ganz easy vorbeifahren können.“

Erneute SP6-Pole Position

Stephan Rösler hatte am Volant des BMW-Coupés einmal mehr die Bestzeit (Gesamt 22) in der Klasse SP6 herausgefahren. „Wegen einer Gelbphase im Bereich Bergwerk mußte ich vom Gas gehen, sonst hätte es für die Top 20 gereicht – schade. Aber der BMW war top, Kompliment ans Team!“

Chris Koslowski nahm als erster Pilot im Cockpit Platz, haderte aber mit den Reifen. „In der Aufwärmrunde hatte ich vermutlich viel Reifenpickup aufgesammelt. An schnellen und gefährlichen Stellen ging das Auto am Einlenkpunkt ins Untersteuern, um dann nahtlos ins Übersteuern zu wechseln, sobald ich wieder auf dem Gas stand. Also habe ich das Tempo reduziert, das war ein Fehler. Ich hätte die Reifen auf dem GP-Kurs mal besser richtig sauber gefahren.“ Dennoch legte der 42jährige die Grundlage zum späteren guten Ergebnis und übergab das Steuer an Rösler.

Führung in der Klasse und 12. im Gesamt

Der 43jährige kämpfte sich in der Klasse vom dritten auf den ersten Rang vor und lag zum Zeitpunkt des Wechsels auf Schmersal auf dem 14. Gesamtrang. Der Wuppertaler konnte in der Gesamtwertung dann zwei weitere Plätze gutmachen, ehe es zur Kollision kam.

Rösler übernahm dann nochmal das Steuer. „Neben einer Felge und ein paar Karbonteilen wurde beim Unfall auch die Spurstange beschädigt. Auf das veränderte Fahrverhalten konnte ich mich schnell einstellen und sogar noch Rundenzeiten von knapp unter neun Minuten drehen.“ Heinz Schmersal brachte das BMW Coupé dann ins Ziel. „Alles in allem wäre heute mehr möglich gewesen, aber am Ende waren wir froh, überhaupt angekommen zu sein.“

Neunter Platz in der Porsche-Cup-Klasse

Der Bonner Eckhard Geulen und Uwe Kolb aus Bad Homburg sahen mit dem race&event-Porsche GT3 nach einer fehlerfreien Leistung als neunte den Zielstrich in der Cup-Klasse. Geulen „Beim Start habe ich wieder meine erfolgreiche Defensiv-Strategie aus dem fünften Lauf angewandt und dann ab der dritten Runde gekontert und so den Porsche im ersten Stint von Startplatz 41 auf Platz 21 vorgefahren.“ Motorsport-Neuling Uwe Kolb erreichte in seinen beiden Stints eine weitere Steigerung seiner persönlichen Rundenzeiten.

"Mit dem 911er gab es keine Probleme, nur der Funk war im ersten Stint defekt“, sagte Geulen. „Ich konnte noch zur Box funken, hörte aber selber nichts. Das gab dann eine interessante Mischung aus Funksprüchen meinerseits und Rückmeldungen via Boxentafel vom Team. Letztlich haben wir uns so aber perfekt verständigt, an großer Dank ans Team. Schon heute freue ich mich auf die nächsten Rennen."
 

race&event GmbH

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