
Trauer und Bestürzung bei race&event
Trotz der erneut eigenen grandiosen Leistung wollte beim Radevormwalder Team race&event nach dem dritten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft keine Freude aufkommen. „Unter diesen Umständen bestimmt nicht und wir möchten den Hinterbliebenen von Leo Löwenstein unser Beileid aussprechen“, sagte Teammanager Martin Mohr, nachdem der Aston Martin-Pilot tödlich verunglückt war und das Rennen vorzeitig abgebrochen wurde. „Wir sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen und wünschen Ihnen viel Kraft. Die Geschehnisse überlagern alles andere, Rundenzeiten und Platzierungen treten in den Hintergrund.“
Dabei sollte dieser letzte Lauf vor den ADAC 24 Stunden bei strahlendem Frühlingswetter ein Motorsport-Fest werden. Und race&event knüpfte dort an, wo man beim Rennen zuvor aufgehört hatte: mit einer neuen persönlichen Bestzeit. Stephan Rösler unterschritt am Steuer des BMW Z4 M-Coupés in 8.37,768 Minuten erstmals die 8.40er Marke und mußte sich bei den Specials bis 3500 ccm nur BMW-Vertragsfahrer Jörg Viebahn um 1,4 Sekunden geschlagen geben.
Im Rennen zeigten Stephan Rösler (Lichtenfels), im Mittelstint Christoph Koslowski und Schlussfahrer Heinz Schmersal (beide Wuppertal) dann eine fehlerfreie Leistung und wurden verdient als Klassensieger und Gesamtzehnter gewertet. Für race&event war es der zehnte Klassensieg im 24. Rennen. Rösler und Schmersal rückten in der Meisterschaft auf den 53. Platz vor von aktuell 627 Teilnehmern.
„Nachdem die Startampel auf Grün schaltete, fuhr Jörg Viebahn wirklich gnadenlos. Da hatte er Glück, dass die anderen so gut aufgepaßt haben“, beschrieb Rösler die Startphase. „Mein Ziel war es, möglichst wenig Zeit auf Viebahn zu verlieren und nirgendwo anzuecken. Mit knapp unter einer Minute im gesamten Stint ist mir das auch sehr gut gelungen. Beim Überholen war ich etwas vorsichtiger.“
Auf Platz zwei liegend, übernahm Chris Koslowski das Steuer und hatte Sichtkontakt zum Viebahn-Teamkollegen Stugemo. Denn die race&event-Mannschaft war beim Boxenstopp fast 50 Sekunden schneller als die des Wettbewerbers. In seiner zweiten Runde übernahm der Wuppertaler die Führung in der Klasse und baute diese auf 30 Sekunden aus. „Eingangs Schwalbenschwanz bin ich vorbeigezogen und konnte mich dann absetzen“, freute sich Koslowski. „Es gab viel Gelb, viel Verkehr und viele Unerfahrene auf der Piste. Ich konnte trotzdem konstant unter neun Minuten fahren und muß unsere Mannschaft riesig loben. Der BMW war perfekt!“
Dank eines zweiten perfekten und schnelleren Boxenstopps wurde der Abstand deutlich ausgebaut und Heinz Schmersal startete seinen Stint mit fast eineinhalb Minuten Vorsprung. In seiner vierten Runde erfolgte der Abbruch. „Wir sind für das 24 Stunden-Rennen perfekt vorbereitet und können dort viel erreichen. Ein Riesenlob an unser Team, unser BMW war heute ein Traum.“
Am Volant des race&event-Porsche 911 GT3 kamen Eckhard Geulen (Bonn) und Uwe Kolb (Bad Homburg) auf den elften Platz in der Porsche-Cup-Klasse. „Unsere neue Heckschürze macht den Porsche viel ruhiger. Außerdem haben wir das Fahrwerk etwas weicher gestellt, das macht das Fahren einfach stressfreier“, sagte ein zufriedener Geulen. „Mit knapp 200 Autos und den warmen Temperaturen war es heute anstrengend. Aber schön!“ Erstmals hatte Uwe Kolb im Porsche Platz genommen. „Es hat irre Spaß gemacht und ich wurde von Runde zu Runde schneller. Bei einem Reifenplatzer auf der Döttinger Höhe konnte ich das Auto kontrolliert abfangen und bin nirgendwo angeschlagen. Das war heute mein wichtiges Erlebnis.“




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